Ich blieb mitten auf der kleinen Straße im Mondschein stehen, in der Gegend der Kliniken, hinter mir die rote Backsteinmauer des Pécser Hullám-Bads. Von dort strömte kühle Luft in die Nacht, ich roch den Duft der frisch gefüllten Becken. Keine Menschenseele war unterwegs. Ich lehnte mich gegen einen Baumstamm und blickte die schlafende Straße entlang. Große Stille umgab mich. Auf dem Asphalt phosphoreszierte die sandige Spur von Fahrradreifen, und ich betrachtete fasziniert die glitzernden Quarzkristalle. Vom Baden fühlte sich meine Haut kühl und frisch an, mein ganzer Körper war rein wie ein Reagenzglas. Mit der Wachsamkeit eines Landstreichers linste ich in die Nacht und erblickte am Ende der Straße hoch oben eine elektrische Uhr, auf deren heiter leuchtendem Zifferblatt ich selbst die kleinen Minutenstriche genau erkennen konnte. Es war schon Viertel nach eins.
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