Der Schriftsteller und Literaturübersetzer László Márton wurde 1959 in Budapest geboren. Dort absolvierte er von 1978 bis 1983 an der Loránd-Eötvös-Universität ein Studium der Hungarologie, Germanistik und Soziologie. Nach Abschluss seiner Studien arbeitete er von 1983 bis 1990 als Lektor für den Helikon-Verlag. Eine Zeitlang war er auch als Dramaturg tätig, bis er sich 1990 endgültig für den Beruf des Schriftstellers entschied.

Bereits 1983, in seiner Zeit als Verlagslektor, begann er, eigene Texte zu publizieren. Er debütierte mit dem Kurzprosaband Nagy-budapesti Rém-üldözés és más történetek [dt.: Die Groß-Budapester Schreckensjagd und andere Geschichten]. Erzählungen, Romane und Theaterstücke sollten folgen. Ein weiterer wichtiger Aspekt in Mártons Schaffen ist das Literaturübersetzen. Er machte sich als Übersetzer vor allem barocker und romantischer deutscher Literatur (Barocklyrik, Novalis, Kleist, Goethe, Grillparzer) einen Namen.

Márton weilte wiederholt in Deutschland. 1987 war er Stipendiat des Europäischen Übersetzer-Kollegiums, von 1995 bis 1996 Gast des Literarischen Colloquiums Berlin und 1998 Stipendiat des DAAD in Berlin. Im Sommersemester 2010 hatte er die Siegfried-Unseld-Gastprofessur der Humboldt-Universität zu Berlin inne.

Seit 2005 publiziert er auch auf Deutsch. Seine erste Erzählung in deutscher Sprache erschien in der Edition Thanhäuser unter dem Titel „Im österreichischen Orient – Eine Erzählung aus dem Innviertel“.

Márton ist verheiratet und hat drei – inzwischen erwachsene – Kinder.

Preise, Auszeichnungen unter anderem:

1985 Debütanten-Preis der Kunststiftung, 1986 KISZ-Preis, 1988 Milán-Füst-Preis, 1989 Preis „Literatur der Zukunft“, 1990 Soros-Stipendium, 1991 Tibor-Déry-Preis und Forintos-Preis, 1992 Dezső-Kosztolányi-Preis, Vilmos-Preis und Preis des Kelemen-Mikes-Kreises, 1993 Júlia-Szinnyei-Gedenkpreis und Ernő-Szép-Preis, 1994 Buch des Jahres, 1995 Imre-Madách-Preis, 1997 Attila-József-Preis, 1999 Milán-Füst-Preis, 2001 Preis der Literatengesellschaft, 2003 Preis „Irodalmi Jelen“ und Gast des ilb (internationales literatur-festival), 2004 Lorbeerkranz der Republik Ungarn, 2005 Miklós-Mészöly-Preis, 2006 Verdienstorden der Republik Ungarn, 2007 Sándor-Márai-Preis, 2008 Látó-Preis, 2009 Palládium-Preis

Mehr erfahren auf hunlit.hu>>