Die Schriftstellerin, Dichterin und Literaturübersetzerin Zsuzsa Rakovszky wurde 1950 in Sopron (Ödenburg) geboren. 1969 begann sie in Debrecen ein Literatur- und Anglistikstudium, das sie ab dem zweiten Jahr an der Budapester Lóránd-Eötvös-Universität (ELTE) fortsetzte. 1975 erhielt sie ihr Diplom als Lehrerin für Ungarisch und Englisch, arbeitete aber in den Jahren von 1975 bis 1982 als Bibliothekarin – zunächst in der Gorki-Bibliothek, später in der Anglistik-Bibliothek der ELTE. Danach war sie bis 1986 Lektorin beim Helikon-Verlag. Seit 1986 ist sie freie Schriftstellerin und Übersetzerin britischer, amerikanischer und kanadischer Autoren. Sie hat längere Stipendienaufenhalte in London und Iowa verbracht.

Rakovszkys Veröffentlichungen wurden von der Kritik von Anfang an positiv aufgenommen. Besonders erfolgreich war ihr Gedichtband Hangok [dt.: Stimmen], mit dem sie 1994 zu einer der wichtigsten ungarischen Lyrikerinnen wurde. Ihr Roman A kígyó árnyéka war 2002 in Ungarn ein Bestseller. 2005 erschien er in der Übersetzung von Ernő Zelter bei btb unter dem Titel Im Schatten der Schlange.

Rakovszkys Texte wurden bisher unter anderem ins Englische, Deutsche, Polnische und Tschechische übersetzt. 2010 erhielt sie den renommierten Kossuth-Preis. Die Autorin lebt in Sopron.


Preise, Auszeichnungen unter anderem:

1980 Graves-Preis, 1986 Tibor-Déry-Preis, 1988 Attila-József-Preis, 1989 Buch des Jahres und Artisjus-Literaturpreis, 1991 Tibor-Déry-Preis, 1992 IRAT-Sonderpreis, 1992 Preis der Soros-Stiftung für das Lebenswerk, 1997 Werkpreis der Soros-Stiftung, 1997 Lorbeerkranz der Republik Ungarn, 1999 Salvatore-Quasimodo-Preis, 2002 Ungarischer Literaturpreis, 2003 Sándor-Márai-Preis, 2007 AEGON-Kunstpreis, 2010 Kossuth-Preis

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