Péter Nádas wurde 1942 in Budapest geboren. Nach seiner Ausbildung zum Fotografen und Journalisten arbeitete er in den 60er Jahren für die Zeitschrift Nők Lapja (Blatt der Frauen) und die Zeitung Pest Megyei Hírlap. Er lebt seit 1969 als freier Schriftsteller in Ungarn auf dem Land.

Die erste Erzählung von Nádas, Die Bibel, erschien 1967. Sein 1972 verfasster Roman, Ende eines Familienromans (dt. 1993) wurde erst 1977 veröffentlicht. Für seinen Roman Buch der Erinnerung (1986; dt. 1991) wurde er u.a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, dem französischen Prix du Meilleur Livre Étranger und dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Neben Romanen schreibt Nádas Theaterstücke und Essays. Die deutsche Veröffentlichung seines Opus magnum Parallelgeschichten ist für 2010 geplant.

Im Herbst 1972 verbrachte Nádas 3 Monate als Stipendiat in Ost-Berlin. Er kehrte in den folgenden Jahren mehrmals zurück. 1982 war Nádas Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in West-Berlin. Seit der Wende reist er regelmäßig in den deutschsprachigen Raum.

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