Gabriella Nagy, geboren 1964 in Budapest, studierte Ungarische Sprache und Literatur sowie Ästhetik an der ELTE (Budapest). Sie publiziert seit 1992 Kritiken zur zeitgenössischen Literatur, Gedichte und Kurzgeschichten in diversen Zeitschriften und Anthologien.

2000 erschien ihr erster Gedichtband, Vállalok bérbe sírni [Ich weine gegen Lohn], 2003 legte sie mit Az Idegen [Der Fremde] ihren ersten Roman vor, außerdem verfasst sie Drehbücher, unter anderem für die Verfilmung von Sándor Márais "Das Vermächtnis der Eszter". Neben ihrer schriftstellerischen Arbeit ist sie als Redakteurin, Herausgeberin und Organisatorin literarischer Veranstaltungen tätig und engagiert für die Präsentation von Literatur im Internet, so zum Beispiel in der Redaktion des mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Online-Portals litera.hu.

Gabriella Nagy hat für ihre Werke und für ihre organisatorische Arbeit mehrere Preise erhalten, so beispielsweise den Bródy-Preis für Der Fremde und den Pro-Literatura-Preis für Literaturorganisation.