János Háy wurde 1960 in Ungarn, in einem kleinen Dorf an der slowakischen Grenze geboren. Nach dem Abschluss in Russisch und Geschichte an der Hochschule in Szeged folgte ein Studium der Ästhetik an der ELTE in Budapest, anschließend unterrichtete er. Von 1985 bis 1988 arbeitete er als Redakteur und Herausgeber der Zeitschrift Narancsszív-Szonett [dt.: Orangenherz-Sonett] und von 1993–1996 als Lektor bei den Verlagen Holnap Kiadó und Pesti Szalon.

Háy veröffentlicht seit Beginn der 80er Jahre Gedichte, 1989 erschien sein erster Lyrikband Gyalog megyek hozzád a sétáló úton [dt.: Zu Fuß auf dem Spazierweg komme ich zu dir]. Neben Lyrik schreibt Háy auch Kurzprosa und Romane. Seinen Durchbruch als Prosa-Schriftsteller stellte der von Kritik und Publikum begeistert aufgenommende Roman Dzsigerdilen, a szív gyönyörűsége (Dzsigerdilen. Die Schönheit des Herzens. Aus dem Ungarischen von Verena Seidler, Budapest: Palatinus 1999) dar.

In den vergangenen Jahren war Háy auch als Dramatiker sehr erfolgreich. Seine Stücke A Gézagyerek (Der Gézabub. Aus dem Ungarischen von Éva Zádor) und Herner Ferike faterja (Der Vater von Feri Herner) wurden in viele Sprachen übersetzt und in vielen Ländern gespielt.

Háy lebt als freier Schriftsteller in Budapest. Neben dem Schreiben beschäftigt er sich auch mit Malerei und gestaltet die Einbände seiner Bücher oft selbst.

Preise, Auszeichnungen:

Zsigmond-Móricz-Literatur-Stipendium 1991, János-Sziveri-Preis 1991, Preis der Soros-Stiftung 1994 und 1998, Stipendium der Nationalen Kulturstiftung Ungarns 1998, Alföld-Preis 1999, Milán-Füst-Preis 2001, Attila-József-Preis 2002, Ernő-Szép-Auszeichnung 2002, Preis der Theaterkritiker 2004, Preis des Atilla-József-Kreises, Preis der Gilde der Theaterdramaturgen 2004, Europäischer Autorenpreis des Heidelberger Stückemarktes 2005

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