György Dragomán wurde 1973 in Rumänien – im siebenbürgischen Târgu Mureş/Marosvásárhely – als Angehöriger der dort lebenden ungarischen Minderheit geboren. 1988 reiste die Familie nach Ungarn aus. Seitdem lebt Dragomán in Budapest. Er studierte dort an der Loránd-Eötvös-Universität Anglistik und promovierte schließlich über Becketts Roman Watt. Während des Studiums nahm Dragomán, der bereits mit dreizehn Jahren begonnen hatte zu schreiben, die fünf Jahre währende Arbeit an seinem ersten Roman auf, der 2002 unter dem Titel A pusztítás könyve [dt.: Buch der Zerstörung] erschien und ein Jahr später mit dem Bródy-Preis für das beste Romandebüt des Jahres ausgezeichnet wurde.

2005 veröffentlichte er seinen zweiten Roman A fehér király. Dieses Buch fand international große Beachtung und erhielt hervorragende Kritiken in der New York Times und anderen internationalen Zeitungen. Es wurde bisher in fast dreißig Sprachen übersetzt und erschien in Deutschland 2008 unter dem Titel Der weiße König (Übersetzung: László Kornitzer) beim Suhrkamp-Verlag. Der Titel schaffte es umgehend auf Platz eins der ORF-Bestenliste.

Neben seinen beiden Romanen schrieb Dragomán zahlreiche Kurzgeschichten, Novellen, Märchen und Theaterstücke. Er arbeitet auch als Filmkritiker und übersetzt Werke von Samuel Beckett, James Joyce, Ian McEwan, Ivrine Welsh und Mickey Donnelly ins Ungarische.

Der Autor lebt mit seiner Frau, der Lyrikerin Anna T. Szabó, und zwei Kindern in Budapest.

 

Preise, Auszeichnungen unter anderem:

2002 Soros-Stipendium und Preis des Ungarischen Verteidigungsministeriums für die beste Kurzgeschichte zum Thema Krieg, 2003 Sándor-Bródy-Preis für das beste Romandebüt und Sonderpreis des Literaturjournals Mozgó Világ, 2005 Tibor-Déry-Preis, 2006 Sándor-Márai-Preis und Artisjus Stipendium, 2007 Attila-József -Preis, 2008 Preis der Märzjugend (Márciusi Ifjak), Litera-Preis, Preis des Rumänischen Kulturinstituts Budapest und Sonderpreis des Literaturjournals Mozgó Világ, 2010 Litera-Anerkennung

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