Der Schriftsteller und Journalist László Darvasi wurde 1962 in der ungarischen Kleinstadt Törökszentmiklós geboren, lebte aber die meiste Zeit seines Lebens in Szeged, nahe der serbischen Grenze. In Szeged schloss er 1986 auch sein Pädagogik-Studium ab und unterrichtete anschließend drei Jahre lang an verschiedenen Schulen.

Danach wurde er Mitarbeiter der Szegeder Tageszeitung Délmagyarország [dt.: Südungarn] und war 1990 Mitgründer des Literaturjournals Pompeji, an dem er bis 1998 mitarbeitete. Seit 1993 ist Darvasi Redakteur der wichtigsten ungarischen Literaturzeitschrift Élet és Irodalom [dt.: Leben und Literatur]. Für Élet és Irodalom schreibt er unter anderem Fußballreportagen, TV-Kritiken und Feuilletonbeiträge. Oft tritt er auch unter den Pseudonymen Ernő Szív oder Eric Moussambani auf.

Bisher hat Darvasi Gedichte, Kurzprosa, Kriegserzählungen, Legenden und chinesische Geschichten sowie seine persönliche „Weltgeschichte des Fußballs" veröffentlicht. Für seinen vielgelobten Roman A könnymutatványosok legendája, der auf Deutsch 2001 bei Suhrkamp unter dem Titel Die Legende von den Tränengauklern erschien, erhielt er 2004 gemeinsam mit seinem Übersetzer Heinrich Eisterer den Brücke Berlin-Preis.

Darvasi lebt heute in Budapest.

Preise, Auszeichnungen unter anderem:

1989 Zsigmond-Móricz-Stipendium, 1992 Werkstipendium der Soros-Stiftung, 1993 Tibor-Déry-Preis, 1994 Buch des Jahres, Szinnyei-Júlia-Gedenkpreis und Ernő-Szép-Preis, 1996 Stipendium des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf, Alföld-Preis und Gyula-Krúdy-Preis der Soros-Stiftung, 1997 Literaturstipendium der Stadt Graz, 1998 Attila-József-Preis und Preis „Pro Literatura“, 2000 DAAD-Stipendiat in Berlin und Buchpreis des Verlags Jelenkor, 2003 IBBY-Award, 2004 Brücke-Berlin-Preis und IBBY-Ehrenliste, 2005 Milán-Füst-Preis und Verdienstorden der Republik Ungarn, 2006 Miklós-Mészöly-Preis, 2008 Sándor-Márai-Preis, 2009 Rotary Literaturpreis, 2010 Gundel-Kunstpreis

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