Strichcode. 15 erzählte Begebenheiten
von Krisztina Tóth
Aus dem Ungarischen von Ernö Zeltner
Mit einem Nachwort von Péter Nádas
Berlin Verlag 2011
Gebunden, 205 Seiten, 19,90 EUR


KLAPPENTEXT

Dem Kindheits-Ich, das durch diese Geschichten huscht, war der Strichcode ein vertrautes Geheimnis. Ein untrügliches Erkennungsmerkmal für Waren aus dem Westen, meist unerreichbar im Ungarn der Kádár-Zeit. Und zugleich ein rätselhaftes Zeichen, von dem es hieß, es erfasse die Dinge in ihrem Wesen. In fünfzehn Begebenheiten versucht Krisztina Tóth den Strichcode des eigenen Lebens zu entschlüsseln und blickt lakonisch auf ihr früheres Selbst: das Kind, das in der Budapester U-Bahn zum ersten Mal eine Tote erblickt; das Mädchen, dessen Vater ihre Puppe in den Ofen wirft, weil die Familie beim Umzug „nur das Nötigste“ mitnimmt; die Teenagerin, die sich seit der Ankunft ihrer amerikanischen Gastschülerin von allen Seiten zurückgesetzt fühlt; die Studentin, die sich in einem schäbigen Pariser Wohnheim in eine heftige Liebesaffäre stürzt.


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PRESSESTIMMEN

„Kindheit unter vergiftetem Himmel. Strichcode, das Prosadebüt der Ungarin Krisztina Tóth, ist ein erschütterndes Protokoll seelischer Verletzungen“, Rezension von Georg Renöckl in der NZZ vom 11. Januar 2012

„Engel des Chaos. Die bösen Erzählungen der 1967 geborenen ungarischen Schriftstellerin Krisztina Tóth sind eine Entdeckung.“ Rezension von Nicole Henneberg im Tagesspiegel vom 8. Januar 2012

„Das Wohnen in dieser Menschenhaut - Übermut, Witz und Brutalität: Die Ungarin Krisztina Tóth schreibt wunderbare Prosa.“ Rezension von Frank Kaspar in der Welt am Sonntag vom 9. Oktober 2011

„Die unerschöpfliche Fantasie autobiografischer Natur. Strichcode ist Krisztina Tóths atemberaubendes Debüt als Prosaschriftstellerin.“ Rezension von Frank Riedel auf literaturkritik.de, erschienen am 28. September 2011


RADIOFEATURE

„Tóths oft finsteren und beklemmenden, aber immer sinnlichen und elektrisierenden Erzählungen werden die Leser noch eine Weile verfolgen.“ Buchbesprechung von Frank Kaspar in der WDR 3-Sendung Passagen vom 7. August 2011