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Ungarn auf der Frankfurter Buchmesse 2017
 

Ungarn auf der Frankfurter Buchmesse - alle Termine auf einen Blick

 

Hommage à Arany

Vor 200 Jahren wurde der ungarische Dichter János Arany geboren. Arany hat ein dichterisches Werk hinterlassen, das jenem von Sándor Petöfi, dem berühmtesten Nationaldichter Ungarns, in keiner Weise nachsteht. Arany und Petőfi waren charakterlich noch gegensätzlicher als Goethe und Schiller, dennoch wuchs eine verschworene Freundschaft. Der leidenschaftliche Petőfi wurde weltberühmt, der Melancholiker Arany blieb international fast unbekannt. Von ihm gibt es nur antiquarisch ein Bändchen und mit etwas Glück Reprints von Toldi, Toldis Abend und seiner Ballade Frau Agnes. Um Aranys Rolle in der ungarischen Literatur auch für Europa zugänglich zu machen, übersetzte Wilhelm Droste einige seiner Gedichte neu ins Deutsche, die auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse debütieren.

Ungarischer Stand Halle 5/C119

13. 10. 2017, Freitag, 17:00

Wilhelm Droste, Carlo Benz

Empfehlung:

Ferenc Temesi:

Por 

 

Der Roman Por [Staub] von Ferenc Temesi ist in Form eines Lexikons geschrieben und vor mehr als dreißig Jahren erschienen. Er umfasst 666 Einträge, angeordnet in 33 Kapiteln gemäß den Buchstaben des Alphabets. Staub ist ein historischer und autobiografischer Roman zugleich. Ort der Handlung ist Porlod, eine kleiner fiktionaler Ort an der Theiß. Vor den Augen des Lesers erscheinen sechs Generationen, nicht immer in chronologischer Reihenfolge, ihre Geschichten verweben sich ineinander. Daraus ergibt sich eine Familiengeschichte, eingebettet in die Geschehnisse der Kleinstadt und untrennbar von der ungarischen Geschichte als Ganzes. Der Protagonist ist ein Kind der 1950er Jahre, ein junger Mann in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Seine Story endet in einer tragischen Liebesgeschichte.

Ungarischer Stand Halle 5/C119

14. 10. 2017 Samstag, 10:30-11:00

Carlo Benz (Leser)

György Száraz (Moderator)

Ferenc Temesi (Autor)

Éva Zádor (Dolmetscherin)

János Térey

János Térey (geb. 1970 in Debrecen) ist eine der wichtigsten Stimmen in der ungarischen Gegenwartsliteratur. Sein internationaler Durchbruch ist erschwert durch seine größte Fähigkeit, er ist in all seinen Sätzen Dichter, ganz unabhängig davon, ob er nun Dramen schreibt, Prosabände, Essays, er bleibt in seiner Sprache Lyriker durch und durch, und die sind bekanntlich nur mit großen Verlusten in andere Sprachen übertragbar.

Hier nun geht es um ein Buch (Átkelés Budapesten), das in lyrischen Novellen dramatische Einblicke in verschiedene Bezirke von Budapest liefert. Die Übersetzung wird zur Leipziger Buchmesse 2018 erscheinen, Frankfurt bekommt einen Vorgeschmack und eine Begegnung mit dem Autor János Terey im Gespräch mit seinem Übersetzer Wilhelm Droste.

Ungarischer Stand Halle 5/C119

14. 10. 2017 Samstag, 11:00-11:30

Wilhelm Droste

János Térey

Tibor Noé Kiss

Stumme Wiesen

Der Roman Stumme Wiesen (Nischen 2017, aus dem Ungarischen von Éva Zádor) von Tibor Noé Kiss ist keine leichte Lektüre. Beschrieben wird eine reglose, düstere Welt ohne jegliche Aussicht oder Hoffnung, der Alltag einer Siedlung in der ungarischen Tiefebene, wo die Bewohner, die Gestalten des verlassenen Schlosses, der schäbigen Háuser, des Ladens und des einstigen Alterheims, nur deshalb bleiben, weil sie dort geboren wurden und keine Perspektive haben. Der fast soziografische Roman von einer Atmosphäre, die einem die Luft zum Atmen nimmt, ist ein Roman der Erkenntnis. Ein Buch, das den Leser nicht zur Ruhe kommen lässt.

Ungarischer Stand Halle 5/C119

14. 10. 2017 Samstag, 11:30-12:30

 

Tibor Noé Kiss (Autorin)

Julia Schröder (Moderatorin)

Judit Trombitás (Dolmetscherin)

Éva Zádor (Sprecherin)

Attila Bartis

Das Ende

András Szabad wächst in einer ungarischen Kleinstadt auf, innig geliebt von seiner Mutter, einer Bibliothekarin. 1956 wird sein Vater wegen Teilnahme am Aufstand verhaftet. Als er nach drei Jahren völlig gebrochen nach Hause kommt, stirbt die Mutter – das Ende einer Kindheit. Mit dem Vater zieht er nach Budapest, und András entdeckt das Fotografieren. Die Kamera wird seine Leidenschaft, das Organ, mit dem er der Welt auflauert, sie sich vom Leib hält und aufs Bild bannt. Nie lässt er sie los, die Kamera ist immer dabei, auch wenn er sich verliebt.

(Suhrkamp 2017, aus dem Ungarischen von Terézia Móra)

Ungarischer Stand Halle 5/C119

14. 10. 2017 Samstag 14:00-15:00

Attila Bartis (Autor)

Carlo Benz (Sprecher)

Dr Jörg Magenau (Moderator)

Judit Trombitás (Dolmetscherin)

Petra Szőcs

Das dänische Puder

Die aus Rumänien stammende Dichterin und Drehbuchautorin Petra Szöcs schreibt Gedichte, die den Topos Familie, mit all seinen schönen und düsteren Seiten umkreisen. Die Übersetzerinnen Orsolya Kalász und Éva Zádor lesen aus Szöcs` in der Solitude Edition erschienenen Gedichtband und unterhalten sich über die schönen und düsteren Seiten der Lyrikübersetzung aus dem Ungarischen.

(Edition Solitude 2017, aus dem Ungarischen von Orsolya Kalász)

Ungarischer Stand Halle 5/C119

14. 10. 2017 Samstag, 15:00-16:00

Orsolya Kalász (Moderatorin)

Éva Zádor (Sprecherin)

Péter Esterházy

Bauchspeicheldrüsentagebuch

Dr. Jörg Magenau und Carlo Benz im Gespräch über Péter Esterházys letztes Buch.

(Hanser 2017, aus dem Ungarischen von György Buda)

Ungarischer Stand Halle 5/C119

14.10.2017. Samstag 16:00 - 17:00

Dr. Jörg Magenau

Carlo Benz

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