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Ungarn auf der Buch Wien 17
 

Ungarn auf der Buch Wien 17

Donnerstag, 9. November

19 Uhr

Attila Bartis: Das Ende – Lesung und Gespräch in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (Wien 1, Herrengasse 5)

Attila Bartis, einer der Stars der ungarischen Gegenwartsliteratur, erzählt vom Leben eines Künstlers. Sein Held, ein Fotograf, erlebt die Verwerfung der ungarischen Zeitgeschichte; er sieht sich aber auch vor die Frage gestellt, woher die Kälte und die Einsamkeit in seinem Leben kommen. Attila Bartis erzählt von erotischer Abhängigkeit, von Lüge und Erpressung.

Lesung: Raphael Sas
Moderation: Cornelius Hell

 

http://www.ogl.at/programm/aktuelles-programm/

 

19 Uhr

György Dalos: Der letzte Zar - im Republikanischen Club Neues Österreich (Rockhgasse 1, 1010 Wien)

Der ungarische Schriftsteller György Dalos, ein profunder Kenner der osteuropäischen Geschichte, widmet sich dem Untergang des Hauses Romanow. In der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 1918 wurden Zar Nikolaus II. und seine Familie von einem Kommando der kommunistischen Geheimpolizei Tscheka ermordet. Dalos zeichnet das Porträt eines überforderten Monarchen.

Moderation: Doron Rabinovici

www.repclub.at

 

Freitag, 10. November

9.30 Uhr – Literaturcafé

Klaus Riehle im Gespräch mit György Dalos über Pál Kiss

Der seit den späten 1920er Jahren in Berlin lebende ungarisch-jüdische Pianist Pál Kiss wurde im Dezember 1942 denunziert, im Juni 1943 wegen „Rassenschande” – weil er sich zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der „arischen” Sängerin Charlotte an der Heiden, eine Wohnung geteilt hatte – im Berliner Gefängnis am Alexanderplatz inhaftiert und im Sommer oder Herbst 1944 nach Auschwitz gebracht. Pál Kiss wurde im Januar 1945 in Auschwitz ermordet, er war zu krank, um auf den „Todesmarsch“ mitgehen zu können.

Die Fragen, die es zu beantworten gilt, sind: Von wem wurde Pál Kiss angezeigt? Und warum fand Pál Kiss nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs keine Erwähnung mehr?

 

11.30 – ORF-Bühne

György Dalos: Der letzte Zar

Moderation: Günter Kaindlstorfer

12 Uhr – Donau-Lounge und 15.30 Wasnerin-Bühne

Attila Bartis: Das Ende – Lesung und Gespräch (Buch Wien, Donau Lounge)

 


 

14 Uhr – Donau-Lounge

AquaPhone Štúrovo- Esztergom 2006–2015 mit Hanneke Frühauf, Karol Frühauf, Mila Haugová

Zur 10. Aufführung von AquaPhone zwischen Štúrovo (Slowakei) und Esztergom (Ungarn) erschien das reich bebilderte Buch mit zehn Texten in jenen drei Sprachen, in denen sie jeweils die Donau überquert haben: Slowakisch, Ungarisch und Deutsch. Jedes Jahr schrieb ein anderer Autor einen spezifischen Text für AquaPhone: Klaus Merz, Lajos Parti Nagy, Tomáš Janovic, Zsuzsanna Gahse, Ottó Tolnai, Mila Haugová, Vladimir Vertlib, Zoltán Csehy und Michal Hvorecký.

 Samstag, 11. November 

19.30
„Junge Autorinnen aus Ungarn“ – Mit Zsuzsa Selyem (HU/RO), Orsolya Bencsik (HU/RS), Eszter T. Molnár (HU), Petra Szőcs (HU/RO), Lesung und Gespräch im Buchcafé Melange (Wien 15, Reindorfgasse 42)

Die Donau Lounge stellt im Buchcafé Melange die ungarische Autorinnen, Eszter Molnár, Orsolya Bencsik, Zsuzsa Selyem und Petra Szőcs dem österreichischen Publikum vor.

https://buchcafe-melange.com/

11 Uhr – Donau-Lounge

Petra Szőcs: Das dänische Puder – Lesung und Gespräch

Wie ihre Kurzfilme wirken auch Petra Szőcs’ Gedichte persönlich und intim. Sie umkreisen das Thema Familie mit all seinen schönen und seinen düsteren Seiten und spiegeln die gesellschaftlichen Verhältnisse. Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten sind die Akteure der ironisch-melancholischen Milieustudien und traumhaft-unwirklichen Alltagsszenen, in denen befremdliche, verstörende Momente die vertraute Atmosphäre unterwandern und Geborgenheit und Grausamkeit nahe beieinander liegen.

Das dänische Puder stellt in der Übersetzung von Orsolya Kalász dem deutschsprachigen Publikum eine Auswahl aus dem lyrischen Werk der Autorin vor.

Gelesen von: Claudia Carus
Moderation: Cornelius Hell

 

14 Uhr – Donau-Lounge

„Junge Autorinnen aus Ungarn“ – Mit  Mit Zsuzsa Selyem (HU/RO), Orsolya Bencsik (HU/RS), Eszter T. Molnár (HU), Lesung und Gespräch

Die Donau Lounge stellt drei ungarische Autorinnen, Eszter Molnár, Orsolya Bencsik und Zsuzsa Selyem, dem österreichischen Publikum vor.

Gelesen von: Claudia Carus
Moderation: Cornelius Hell

15 Uhr – Donau-Lounge

Tibor Noé Kiss: Stumme Wiesen – Lesung und Gespräch

„STUMME WIESEN. Die nicht auf der Landkarte sind“ ist die Geschichte eines verlorenen Dorfes in the middle of nowhere in der ungarischen Tiefebene, mit Menschen, die scheinbar wenig Geschichte und noch weniger Zukunft haben. Scheinbar, weil die Autorin mit großer Kunst, mit viel verstecktem Humor und sehr viel Mitgefühl das vergangene und gegenwärtige Leben ihrer Helden erzählt. Es sind literarische Momentaufnahmen eines Lebens abseits jeglicher Sozialromantik.

Gelesen von: Claudia Carus
Moderation: Cornelius Hell

16 Uhr – Donau-Lounge

Hans-Henning Paetzke: Andersfremd

Berichtet wird vom Überleben unter widrigen Umständen, von sozialistischen Volksbeglückungsfantasien aus dem Blickwinkel des kleinen Mannes, der sich trotz Gefängnis und anderen Widrigkeiten nicht unterkriegen lässt.
„Hans-Henning Paetzkes Prosa ist ein anekdotenhaftes Sinnieren über das grausame 20. Jahrhundert. Das Merkwürdige und Einzigartige daran ist eine komplexe Einbettung des autobiografischen Stoffs in die Historie und Literatur der mitteleuropäischen Landschaft, wodurch eine Art privater, ja, intimer Chronik entsteht.“ (György Dalos)

Moderation: Cornelius Hell

 

Diese und alle weiteren Veranstaltungen auf der Buch Wien 17 finden Sie hier:

www.buchwien.at/programm2017/

Infos