15.-18. März 2018  | Leipziger Buchmesse 2018 – Ungarisches Literaturprogramm

Ungarn ist auch 2018 wieder in Leipzig auf der zweitgrößten Buchmesse Deutschlands präsent. Wir erwarten die Besucher mit den spannendsten Neuerscheinungen ungarischer Literatur auf dem deutschen Buchmarkt am gewohnten Ort in der Halle 4, E402. Dieses Jahr mit einem auf 40 m2 erweiterten Stand. Im Fokus unserer literarischen Veranstaltungen steht neben dem sich nähernden Bauhaus-Gründungsjubiläum, die ungarischsprachige Literatur aus Siebenbürgen. Gäste sind diesmal die Autoren Attila Bartis, Petra Szőcs, Orsolya Kalász, Örs Székely, Farkas-Zoltán Hajdú, Zsolna Ugron, Eva Zádor und Noémi Kiss.Ungarns Teilnahme auf der Leipziger Buchmesse 2018 wird gefördert durch das Publishing Hungary Programm und das Ungarische Ministerium für Auswärtiges und Außenhandel und vom Balassi Institut - Collegium Hungaricum Berlin organisiert.

Literaturveranstaltungen des CHB und Publishing Hungary Programms15.03.2018  19:30 – 22:00

Café Tunichtgut
Kolonnadenstraße 5/7, 04109 Leipzig
Niemerlang – Lyrik-Spezial zur Leipziger Buchmesse

Mit
Petra Szőcs, Dichterin, Ungarn
Orsolya Kalász, Dichterin und Übersetzerin, Deutschland
Marta Chaves, Dichterin, Portugal
Miguel Manso, Dichter, Portugal
Sylvia Geist, Dichterin, Deutschland
Thilo Krause, Dichter, Deutschland

Moderation: Carl-Christian Elze, Christian Kreis, Sibylla Vrii Hausmann, Janin Wölke

 Lesung und Gespräch mit der Autorin und der Übersetzerin des Gedichtbandes Das dänische Puder im Rahmen des international besetzten Niemerlang-Abends. Wie ihre Kurzfilme wirken auch die Gedichte der jungen und aufstrebenden ungarischen Lyrikerin und Drehbuchautorin Petra Szőcs persönlich und intim. Sie umkreisen das Thema Familie mit all seinen schönen und seinen düsteren Seiten und spiegeln die gesellschaftlichen Verhältnisse. Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten sind die Akteure der ironisch-melancholischen Milieustudien und traumhaft-unwirklichen Alltagsszenen, in denen befremdliche, verstörende Momente die vertraute Atmosphäre unterwandern und Geborgenheit und Grausamkeit nahe beieinanderliegen.

Veranstalter: Niemerlang, Carl Hanser Verlag, Botschaft von Portugal, Collegium Hungaricum Berlin

16.03.2018  21:00
Alte Nikolaischule, Richard-Wagner-Aula
Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig

Europäischer Autoren-Gipfel
Noémi Kiss: Dürre Engel

Lesung und Gespräch

Mit
Noémi Kiss, Schriftstellerin, Ungarn
Éva Zádor, Übersetzerin, Deutschland

Noémi Kiss entwirft ein faszinierendes Bild vom ungarischen Alltag kurz vor Ende des Sozialismus bis in die erste Zeit nach der Wende. In ihrer gewohnt lyrischen, doch zugleich gnadenlos direkten Sprache lässt sie die Protagonistin Rückschau auf ihr Leben halten und in beeindruckender Offenheit ihre Tat schildern sowie die Umstände, die sie dazu gebracht haben. Dabei werden zahlreiche gesellschaftliche Fragen angesprochen, von Liebe über Leiden, Kinderlosigkeit, Ausbildung, Erziehung bis hin zu sexueller Freiheit und häuslicher Gewalt.

Veranstalter: Bertelsmann, Europa Verlag München, Deutschlandradio, Collegium Hungaricum Berlin

16.03.2018  19:00 – 20:30
Schaubühne Lindenfels, Grüner Salon
Karl-Heine-Straße 50, 04229 Leipzig

Bauhaus 99: textbildraum

Musikalischer Abend mit Gespräch und Projektion

Im Vorjahr des 100. Bauhaus-Gründungsjubiläums initiiert das Collegium Hungaricum Berlin eine Begegnung verschiedener Kunstrichtungen und beleuchtet anlässlich des neuen Romans von Attila Bartis Das Ende, der aus der Perspektive eines Fotografen geschrieben ist, die vielfältigen Beziehungen von Bild und Text und in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Fotografie im Schaffen der aus Ungarn stammenden Bauhaus Vertreter László Moholy-Nagy, Etel Fodor-Mittel, Irén Blüh und Judit Kárász.

Für musikalische Untermalung sorgt das CHB Orchestra, das hauseigene Ensemble des Collegium Hungaricum Berlin. Lesung und Gespräch werden außerdem von einer spektakulären Videoprojektion des ungarischen Medienkünstlers Vince Varga begleitet.

Veranstalter: Collegium Hungaricum Berlin

17.03.2018  11:00 – 11:30
Forum OstSüdOst: Halle 4, Stand D401
Leipziger Buchmesse

Noémi Kiss: Dürre Engel
Ein Roman über ein Frauenschicksal im Ungarn der Wendezeit

Lesung und Gespräch

Mit
Noémi Kiss, Schriftstellerin, Ungarn
Éva Zádor, Übersetzerin, Deutschland
Veranstalter: Europa Verlag München, Collegium Hungaricum Berlin

17.03.2018  18:00 – 20:00

die naTo

Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig

An der Peripherie. Das Leben als Minderheit

Musikalischer Abend mit Gespräch

Der Gesprächsabend thematisiert die Besonderheiten ungarischsprachiger Literatur aus Siebenbürgen, einer Region, die für die ungarische, rumänische und deutsche Kultur gleichermaßen einen mythischen Ort und außergewöhnlichen Raum des multiethischen Zusammenlebens darstellt. Die eingeladenen Autoren diskutieren in diesem Zusammenhang über die Erfahrung von mehrschichtiger kultureller Identität und im Zuge des Minderheitendaseins die literarische Perspektive des Außenstehens. Zum Gespräch eingeladen ist der Autor Attila Bartis, 1968 in Târgu Mureș geboren und seit 1984 in Budapest lebend, dessen neuer Roman Das Ende im Oktober 2017 erschienen ist. Weitere Gäste des Abends sind Örs Székely, geboren 1992 in Cluj-Napoca, Schriftsteller und Doktorand am Lehrstuhl für Ungarische Literatur an der dortigen Babeș-Bolyai Universität und die 1978 in Cluj-Napoca geborene Schriftstellerin und Journalistin Zsolna Ugron, die derzeit in Budapest lebt und arbeitet. Moderator der Gesprächsrunde ist der 1959 im siebenbürgischen Miercurea Ciuc geborene und aktuell in Heidelberg wohnhafte Schriftseller und Regisseur Farkas-Zoltán Hajdú.

Musikalisch umrahmt wird der Abend von der ungarischen Geigenspielerin Edina Mókus Szirtes, deren Klänge an eine Mischung aus Folk, Chanson und orientalische zeitgenössische Musik erinnern.

Im Zusammenspiel mit dem ungarischen Medienkünstler Vince Varga verzaubern sie das Publikum nicht nur akustisch, sondern auch mit sagenhaften visuellen Kompositionen.

Veranstalter: Collegium Hungaricum Berlin