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Katalin Ladik ist am 29. Mai beim Poesiefestival Berlin zu Gast.
 

Katalin Ladik ist eine wahre Multi-Künstlerin: Dichterin, Performerin, Schauspielerin. Sie schöpft aus den verschiedenen Medien der Poesie, schreibt Prosa und Hörspiele, arbeitet mit Collagen, Fotografien und experimenteller Musik. Ladik tritt immer wieder bei Happenings sowie in Theaterstücken, Filmen und Fernsehproduktionen auf. In Ungarn und Jugoslawien wurde sie Anfang der sechziger Jahre durch ihre feministisch-schamanistischen Lautgedichte und Nackt-Performances zu einer ebenso legendären wie kontroversen Gestalt. In grafischen Partituren und vokalen Kompositionen zerlegt sie die Sprache in ihre Einzelteile, erforscht deren Bewegungen, Dynamiken und Gesten.

Mit den Übersetzern Orsolya Kalász und Peter Holland spricht sie über ihr facettenreiches Werk, das viele junge ungarische KünstlerInnen inspiriert.

Hier können Sie zwei Gedichte von Katalin Ladik in der Übersetzung von Orsolya Kalász und Peter Holland lesen:

 

SIEBEN MAGERE JAHRE

            - Ist da jemand?

            - Ein Pferdekopf und anderthalb Mann.

 

DER BLAUE SOLDAT

Hinter einem hohen Zaun wohnte der blaue Soldat. Sieben Jahre lang fiel kein Sonnenlicht auf ihn, er war weiß wie ein Laken. Eines Nachts streckte er seine Schenkel durch die Latten des Zauns. Die Hunde heulten und sprangen aus der Geige. Die weißen Schenkel aber wuchsen, zerbrachen die Latten und erwürgten die Hunde.

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