Aus ganz großen Zusammenhängen und aus winzigsten Einzelheiten zeichnet dieser Roman ein Bild Jugoslawiens im 20. Jahrhundert. Zwei ineinander verflochtene Erzählungsstränge umfassen Anfang und Ende Titos Jugoslawiens: Zeuge der Ereignisse vor diesem Anfang ist Duschko Popow alias James Bond, der Doppelspion und bester Kenner der Region. Die Ereignisse des Verfalls nach Titos Tod beschreibt die Erzählerin, die mitten in den Streitigkeiten der Nationalitäten im zerfallenden und sich immer wieder anders neu bildenden Jugoslawien auch auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist: Ungarin aus der Vojvodina, ist sie in Ungarn und in Serbien zu Hause und doch in keinem von beiden ganz. 

Zugang zu Adria wurde 2005 mit dem Bezerédj-Preis ausgezeichnet.