Samstag, 13. Oktober 2018, 16:00-17:00 Uhr

Zoltán Danyi: Der Kadaverräumer (Suhrkamp 2018)

Autorenlesung und Gespräch

Ort: Frankfurter Buchmesse, Stage International Halle 5.1, A128

 

Der Jugoslawienkrieg und sein Nachleben haben den ungarnstämmigen Autor nie losgelassen – fast zwei Jahrzehnte lang scheiterte er an dem Versuch, eine monströse Realität einzufangen, die ihn selbst fast verschlungen hätte. Eines Tages war der Ton da – ein Sound, der einen beim Lesen bezwingt. Der Text schillert wie die Oberfläche eines verseuchten Gewässers. Schicht für Schicht wird sie abgedeckt. Ein Buch, gebaut wie ein komplexes Musikstück, dessen Schönheit Distanz und Berührung gewährt.

Moderator: Jörg Magenau,

Dolmetscherin: Judit Trombitás,

Deutsche Lesung: Éva Zádor

 

Eine Veranstaltung des Balassi Instituts Stuttgart und des Publishing Hungary Budapest gemeinsam mit dem Suhrkamp Verlag.

 

FRANKFURTER BOOKFEST

Samstag, 13. Oktober 2018, 19:00-20:00 Uhr

Liste freier Ideen

Im Sog der Neurose. József Attilas beeindruckende Selbstanalyse

Szenisches Spiel

Ort: Steigenberger Hotel, Frankfurter Hof, Salon 15 (Bethmannstraße 33, 60311 Frankfurt)

 

Gedankenprotokoll oder Langgedicht, Autobiografie oder Fiktion? József Attilas Liste freier Ideen ist nichts für Gattungsfetischisten; für zartbesaitete Leser erst recht nicht. Der ungarische Dichter ist im deutschsprachigen Raum für seine Lyrik bekannt. Nur wenige dürften darüber hinaus das Schicksal des zum Selbstmord neigenden Menschen kennenlernen. József gehört für zahlreiche Kritiker und Literaturhistoriker in eine Reihe mit Größen wie Kavafis, T.S. Eliot oder Pessoa.

Das Buch wird vom Übersetzerduo Orsolya Kalász und Cristian Filips präsentiert. Die Lesung wird musikalisch – improvisativ und psychodelisch – von Endre Vazul Mandli begleitet.

Eine Veranstaltung des Balassi – Ungarischen Kulturinstituts Stuttgart und des Publishing Hungary Programs Budapest gemeinsam mit dem Frankfurter Bookfest und dem Verlag roughbooks.

 

Sonntag, 14. Oktober 2018, 11:00-12:00 Uhr

László Márton: Die Überwindlichen

Autorenlesung und Gespräch

Ort: Frankfurter Buchmesse, Stage International Halle 5.1, A128

Der neue Roman Die Überwindlichen von László Márton mit den Holzschnitten von Christian Thanhäuser ist eine österreichisch-ungarische Parallel-Aktion. Thanhäuser und Márton suchten sich die Gestalt von Karl Kraus aus, um eine gemeinsame Arbeit – den Roman des ungarischen Autors mit den Holzschnitten des österreichischen Graphikers – zustandezubringen. Die Parallelität zeigt sich auch darin, dass Thanhäuser die tschechische und die schweizerische Lieblingslandschaft von Karl Kraus, den Schloßpark Janovice und den Berg Tödi zu gleicher Zeit verewigte, und dass Márton den Roman gleichzeitig in zwei Sprachen, auf Deutsch und auf Ungarisch schrieb.

Moderator: Dr. Jörg Plath

Deutsche Lesung: László Márton

Eine Veranstaltung des Balassi – Ungarischen Kulturinstituts Stuttgart und des Publishing Hungary Programs Budapest gemeinsam mit der Edition Thanhäuser.

 

Sonntag, 14. Oktober 2018, 12:00-12:30 Uhr

Noemi Kiss: Dürre Engel

Autorenlesung und Gespräch

Ort: Frankfurter Buchmesse, Leseinsel (Halle 4.1, D36)

 

Noémi Kiss entwirft in ihrem Roman Dürre Engel ein faszinierendes Bild vom ungarischen Alltag kurz vor Ende des Sozialismus bis in die erste Zeit nach der Wende. Die 40-jährige Volksschullehrerin Lívia wartet nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus auf ihren Strafprozess, nachdem sie ihren Ehemann im Affekt erstochen hat. In der Rekonvaleszenz ziehen wie gespiegelte Bilder Lebenserinnerungen vor ihrem inneren Auge vorüber, sie geht der Frage nach, wie es so weit kommen konnte. Dabei werden zahlreiche gesellschaftliche Fragen angesprochen, von Liebe über Leiden, Kinderlosigkeit, Ausbildung, Erziehung bis hin zu sexueller Freiheit und häuslicher Gewalt. Ein großartiger Roman einer aufstrebenden ungarischen Autorin.

 

Moderator: Dr. Carsten Schmidt

Deutsche Lesung: Éva Zádor

Eine Veranstaltung des Balassi – Ungarischen Kulturinstituts Stuttgart und des Publishing Hungary Programs Budapest gemeinsam mit der Kurt-Wolff-Stiftung und dem Europa Verlag.